Erstmals wurden nomadische Gewebe außergewöhnlicher Qualität, Seltenheit und
kulturgeschichtlicher Bedeutung in den Rang der Kunst erhoben, und somit
von den alltäglichen, rein kunsthandwerklichen Arbeiten unterschieden.
Dieses Konzept stellte einen völlig neuen Aspekt bei der Betrachtung und dem
Sammeln antiker Webereien dar, der bald große Beachtung fand und den Markt
revolutionierte.

Die Art der Präsentation forderte die Gegenüberstellung zur Malerei der Klassischen
Moderne heraus, spannend waren die Parallelen, welche die Arbeiten der
vorderasiatischen Nomaden und die Werke europäischer intellektueller Künstler
trotz des konträren kulturellen Hintergrundes aufwiesen. So fanden in der Galerie
während der achtziger und neunziger Jahren im Wechsel mit den antiken textilen
Nomadenarbeiten auch Ausstellungen der Werke zeitgenössischer Maler statt, auch
hier wurden Käufe durch Berliner Museen getätigt (Harald Metzkes,
Stefan Plenkers, Michaela Holzheimer, u.a.).

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